Was ist Realität?

Diese Frage mag bei manch einem die Gegenfrage aufwerfen „Warum sollte sich diese Frage stellen? Ist doch klar: Realität ist das, was ich anfassen, sehen, riechen, schmecken, hören und messen kann“. Doch wie ist es dann mit einem Gedanken? Können Sie einen konkreten Gedanken messen oder sehen? Vielleicht leben wir sogar jeden Tag in mehreren Realitäten und wissen es gar nicht?

Ein Gedanke passt nicht in das klassische Fünf-Sinne-Realitätsmuster. Macht ihn das unreal? Gedanken sind existent und so real, wie die Buchstaben auf dieser Seite. Wollen wir nach unseren Gedanken handeln, uns von ihnen leiten und unser Leben bestimmen lassen, ohne das jemals in Frage zu stellen? Woher kommen die Gedanken und aus was bestehen sie? Woraus besteht eigentlich die Welt?

Wir wachen morgens auf, öffnen unsere Augen. Der Boden, auf dem wir zum Lichtschalter gehen, ist fest. Das Wasser, das wir trinken, ist flüssig und nach der Dusche riechen wir anders als davor.

 

Die Welt ist fest, flüssig und gasförmig. In der Schule haben wir gelernt, dass hinter all diesen Zuständen Atome stehen, die wiederum eingeteilt sind in Protonen und Neutronen, die Atomkerne bilden und Elektronen, die um einen Atomkern kreisen.


 

Zwischen einem Atomkern und seinen Elektronen ist nichts, dort ist Leere. Unsere Welt, die für uns so materiell-real scheint, ist gar nicht so real, sondern besteht aus ein paar Energie-Teilchen und sehr viel Nichts. Dieses „Nichts“ wird von der Quantenphysik auch „Feld der Möglichkeiten“ genannt, denn aus ihm wird alles erschaffen. Jedes Energie-Teilchen ist einmal aus dem „Nichts“ entstanden.

Nicht alles in unserer Realität ist mit den physischen Augen erkennbar. Ein Gedanke, ein Gefühl oder die Luft beispielsweise. All dies bezeichnen wir ebenfalls als real, versucht man jedoch die Luft zu greifen, wird dies nicht funktionieren, aber ohne sie würde unser Körper nicht überleben. Etwas Unsichtbares bestimmt also unsere Realität.
Die geistige Welt ist ein ebensolches Fänomen. Für viele Menschen ist sie so real, wie eine Tasse Tee. Sie existiert für sie, ohne dass sie sie mit ihren physischen Augen sehen können, und doch nehmen sie sie wahr. Man kann die geistige Welt sogar detailgenau beschreiben. Wir beschreiben sie über Gefühle und haben ein Bild in uns, wie sie aussieht. Sehen wir also doch nicht nur über die Augen? Zu erfassen, was die sogenannte Realität ist, ist demnach gar nicht so einfach. Und doch fühlt sich alles so echt an. Der Baum, die Sonne, unser Körper und so weiter.
Dabei ist alles nur Energie.
Wir bewegen uns in einem Strom von verschiedenen Energien, die unser Gehirn für uns filtert, damit diese Welt erlebbar wird. Wir könnten auch sagen, wir bewegen uns in einem Feld elektrischer Impulse, die unser Gehirn für uns ordnet.
Dies haben wir von klein auf so sehr trainiert, sodass wir gar nicht sehen, dass dies alles lediglich eine riesige Illusion ist. Und wofür? Was hat das alles für einen Sinn? Warum erleben wir diese Realität als real, wenn sie doch nicht real ist? Für mich ist diese Frage ganz einfach zu beantworten: Um Spaß zu haben als menschliches Bewusstsein und Erfahrungen zu sammeln, bevor ich weiter ziehe in die nächste Realität.

Wir wissen, dass wir all unsere Erlebnisse als Information in unser nächstes Leben mitnehmen und somit ist es von Bedeutung, viele davon mitzunehmen, die uns in die richtige Richtung fördern – zumindest in jene, die wir momentan für richtig halten. Das kann ich natürlich am Besten, wenn ich weiß, wie ich diese Welt steuere, um somit Erfahrungen zu kreieren, die für mein Leben von positivem Wert sind. Genau hierin liegt ein bedeutender Grund, warum es so wichtig ist, sich die Frage „Was ist Realität?“ zu stellen.
Nur, wenn wir auf diese Frage eine für uns persönlich passende Antwort finden, können wir beginnen, auf diesem Wissen aufzubauen und dadurch unsere Realität zu steuern.

Nach dem „Was“ kommt das „Wie“. Wie steuere ich meine Realität? Wie erschaffe ich das, was ich möchte?
Genau da kommen die Gedanken ins Spiel, unsere Gedanken steuern diese Realität. Die Atome in unserer Realität lassen sich durch unsere Gedanken darauf lenken, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, uns fokussieren. Unser Kopf ist voll mit Millionen von Gedanken, da wird es am Anfang schwer sein, die Gedanken zu lokalisieren oder sich ihnen wirklich bewusst zu werden. Um dies zu erleichtern gibt es die Gefühle. Sie sind wie ein Kontrolleur oder Messgerät für Gedanken. Wenn wir etwas Schönes denken, fühlen wir uns leicht und freudvoll. Machen wir hingegen, das Gegenteil und denken Negatives oder, besser gesagt, etwas, das wir nicht als schön empfinden, so fühlen wir uns schwer und lustlost. Nun kommt das Paradoxon: Etwas, das niemand sieht oder messen kann, wird zum wichtigsten Punkt in der Realitätsgestaltung. Das Unsichtbare herrscht über das Sichtbare oder, der Geist herrscht über Materie.

 

Durch einen Emotionscocktail wird also unsere sichtbare Realität bestimmt.

Um mehr Spaß in unser Leben ziehen zu können, gilt es also diesen Emotionscocktail ordenlich zu durchleuchten um nach und nach Kontrolle in unsere Gefühlswelt zu bringen, die wiederum eine Realität für sich ist.


 

Doch wie entstehen Gedanken und die daraus resultierenden Emotionen?

Wir kommen als ein unbeschriebenes Wesen auf die Welt. Wir nehmen die Welt als Säugling ganz unvoreingenommen wahr und suchen uns Beispiele und Vorbilder, wie man diese Welt erleben kann und wie sie funktioniert.
Je nach dem wie die Glaubenssätze der einzelnen Menschen sind und geformt werden, erleben sie völlig verschiedene Realitäten, dadurch entstehen vollkommen verschiedene Welten für jedes dieser menschlichen Wesen. Schnell lernen wir, was sich gehört und was wir am besten unterlassen. Durch die Reaktioen der Mitmenschen werden wir nun programmiert.
Daraus entsteht nach und nach unsere Glaubenswelt, die dann wiederum die Atome unserer Realität so steuern, wie wir es ihnen vorgeben. Wir wissen jedoch nicht bewusst, dass diese Glaubenswelt überhaupt existiert und versuchen daher unsere Welt über äußerliche Aktionen zu steuern. Schnell wird uns beigebracht, dass wir zwar unsere Aktionen und Taten steuern und bestimmen können, jedoch nicht die der anderen uns gegenüber. Unsere Welt wird von unserer Glaubenswelt bestimmt, da wir dies aber nicht immer erkennen, dienen die anderen Menschen als Spiegel für das, was wir unbewusst ausstrahlen. So werden sie uns eine Hilfe dabei, unsere Glaubensmuster zu erkennen, damit wir innerlich wachsen können.

 

Jede Begegnung ist kein Zufall, sondern dient unserem ganz individuellen Fortschritt.


Es liegt auf der Hand, dass eine erfolgreichere Lösung jene wäre, die Gedanken die wir als wahr empfinden zu ändern, um dadurch eine völlig neue Realität zu erschaffen. So können wir entspannt die Welt erleben und so viel Spaß für uns kreieren, wie wir uns nur vorstellen können – im wahrsten Sinne des Worte, denn nur was du dir vorstellen kannst, kann Realität werden. Öffne und weite dich daher immer mehr für alles Schöne und Großartige.
Die Realität ist nicht in Stein gemeiselt und kann jederzeit verändert werden. Genau genommen verändert sie sich auch die ganze Zeit, wir bekommen es nur nicht mit, da wir immer die selben Gedankengänge haben, die die immer selbe Realität erschafft. Änderst du aber deine Gedanken grundlegend, ändert sich deine Realität.

Wenn wir erkennen, dass diese Welt eine von uns und für uns erschaffene Illusion ist, kann jedes Gefühl jederzeit verändert werden, ganz egal, was die Außenwelt zeigt. Gefühle und Gedanke hängen also nur bedingt zusammen, können aber auf positive Weise bewusst verbunden und genutzt werden. Der Schüssel ist, die Außenwelt nicht ernst zu nehmen und positive Gefühle zu erzeugen. Dadurch verändern sich auch die Gedanken. Einen negativen Gedanken aufrecht zu erhalten, während man sich gut fühlt, ist nicht möglich. Lasse ich mich von meinen negativen Gedanken und Umständen leiten und gebe ihnen nach, bin ich in meiner eigenen Realität gefangen. Doch der einzige, der mich dort hält, bin ich.
Es ist ganz egal, was im Außen passiert. Egal ob es Umstände, Menschen oder Ereignisse sind. All das sind nur verschiedene Energieströme, denen ich folgen kann oder sie verändern. Es ist wie mit einenem Radiosender, solange ich die Frequenz 93 höre kann ich nicht die Frequenz 102 hören. Es kann sein, dass sich ein Gefühl nicht so leicht ändern will, dieses Gefühl hat eine sehr starke Prägung durch das Leben von dir erhalten, es wurde durch, von dir unbewusst erschaffene, äußere Ereignisse immer wieder bestätigt und hat sich dadurch gefestigt. Das Gefühl hat mit der Zeit ein eigenes Bewusstsein entwickelt und ist der festen Entschlossenheit, dass die Situation so ist und nicht umkehrbar ist. Dahinter liegt meist ein tiefer emotionaler Schmerz, den es sich anzuschauen gilt. Ist dies geschehen und der Schmerz angenommen, kann das Gefühl gewandelt werden und somit eine neue Realität entstehen. Je mehr Gefühle gewandelt sind, desto mehr verändert sich die Realität zu unserem Gunsten. Es entstehen neue Gedankenmuster und etwas Ungreifbares rückt immer Näher bis es schließlich erlebbar wird. Diese neuen Erfahrungen stärken nun diese neue Glaubenswelt und immer mehr gewünschte Ereignisse treten in unser Leben. Unser Leben wird ein völlig anderes. Wir fließen in einem neuen Energiestrom, der angenehm locker und leicht ist.


Auf was es schließlich ankommt ist ja, eine Welt zu erleben, wie wir sie uns wünschen und jede Menge Spaß zu haben.


Das vermeintliche Erwachsensein ist ein weiterer Trugschluss, der uns das Erwachsensein in unserer Gedankenwelt noch als schwer und ernst abgespeichert hat. Verstehen wir aber einmal wie unsere Welt entsteht und, dass wir alles Erschaffene verändern können, dann gibt es kein schwer oder so etwas wie (verbitterter) Ernst. Das Leben wird zu einem Fest, das jeden Tag auf's Neue beginnt. Und wir können das tun, warum wir wirklich hier sind: Eine Welt erleben, die uns fasziniert, die uns das schenkt, was wir von Herzen wollen und die unser Leben auf Erden in dieser Realität so schön wie nur möglich gestaltet. Erkenne dafür, dass nicht die Welt deine Welt eraschafft, sondern du.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei, deine Welt zu erleben und das Beste was auf dich wartet zu empfangen.

Matthias Somavakien

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